Reise blog von Travellerspoint

Endlich eine Wohnung...

... die Schule fängt an.

sunny 28 °C

I meinem neuen Zuhause in Guadalajara
11:30 Ortszeit 09-01-12

Schwer zu glauben, aber hier sitzte ich jetzt wirklich, hier wo ich wartscheinlich die nächsten Monate zuhause sein werde. Nach intensiver Suche habe ich endlich etwas gefunden und die Uni hat begonnen.

Ich bin am Montag erst relativ spät von Puert Vallarta nach Hause gekommen. Ich bin wirklich jemand der gerne Bus fährt, ich genieβe die Stunden wo man Ruhe und Frieden hat, wo man Musik hören kann und wirklich einmal Zeit für sich selbst hat. Ausserdem finde ich dass busfahren ein gute Art und Weise ist das Land kennezulernen, man kan sehen wie sich die Landschaft verändert und was es alles so um einen herum gibt.Man sieht wie es auf dem Land aussieht, dort wo nicht alle Turisten anhalten. Obwohl ich erst seit zwei Wochen hier bin merke ich schon jetzt dass ich viel enspannter bin als daheim, hier geht einfach alles viel langsamer und das ist wirklich gut für die Seele.

Am Dienstag Morgen war doch mein guter alter Bekannter ”der Stress” sehr gegenwärtig. Am Mittwoch fing nämlich schon die Uni an und ich hatte die Wohnungsfrage eine ganze Weile vor mir her geschoben. Deshalb verbrachte ich den ganzen Diestag vor meinem kleinen Netbook. Es ist wirklich super schwer, man hat keine Ahnung wo man anfangen soll zu suchen, welche Gegenden in der Stadt sicher sind, was ein vernünftiger Preis für ein Zimmer ist, was alles in die Miete eingeht und was man überhaupt so erwarten kann. Dass ich ausserdem selbst keine Ahung hatte was ich überhaupt haben will, machte die Suche nicht gerade leichter. Abends hatte ich es dann trots allem geschafft jede Menge Wohnungsbesichtigungen für die nächsten Tage einzuplanen und Najib, der andere Deutsche der auch an meiner Uni studieren wird, war zurück nach Guadalajara gekommen und wir machten aus, dass wir am nächsten Tag zusammen in die Schule fahren würden.

Unheimlich früh machten wir uns am Mittwoch auf den Weg zur Uni, bloβ nicht zu spät kommen, nicht am ersten Tag, wird sind immerhin aus Deutschland! Bewaffnet mit vier unterschiedlichen Stadtplänen und noch dazu einer Karte der unterschiedlichen Busrouten konnte ja nichts schiefgehen. Bis auf dass es keine Abfahrtszeiten und Bushaltestellen gibt, war es auch ganz einfach den Weg in die Schule zu finden. Der Bus fährt mehr oder weniger direkt (hält an JEDER Straβenecke aber immerhin muss man nicht umsteigen) und nach einer guten Stunde konnten wir die Uni auch nicht übersehen. Als mittlerweile ganze Gruppe Austauschstudenten stiegen wir aus und mussten erst mal durch eine Sicherheitskontrolle bevor wir auf den Campus konnten. So eine Luxusuni hab ich noch nicht gesehen, kein Wunder dass das hier Mexikos teuerste Universitet ist. Wir wurden im groβen Kongresszentrum empfangen wo die Klos aus Marmor sind. Wir sind ungefähr 130 Austauschschüler von total 7000 Studenten und die meisten kommen entwerder aus Deutschland oder Frankreich. Wir bekamen erst mal Frühstück während wir darauf warteten dass alle eintrudelten, dann wurden wir mit einer dreistündigen Einführung geplagt, wo wir alles erfahren häten sollen was wir wissen müssen. Lasst es mich mal so sagen, Information in Deutschland und Information in Mexiko sind nicht unbedigt das gleiche und nach der Einführung war die Verwirrung eher gröβer als davor. Immerhin hatte ich endlich die drei Schwedinnen die es anscheinend geben sollte ausfindig gemacht. Nach einem superguten, typisch mexikanischem Mittagsessensbuffe mit Livemusik wurde uns der ganze Campus gezeigt. Er ist wirklich supergroβ, ein Parkplats so dass auch wirklich der letzte einen Parkplats findet, jede Menge Klassenräume, eine ganz modern Bibliotek, mindesten zwei Tennisplätse, Fussballsplats, 4 Basketballplätze, ein 50 Meter Schwimmbecken, zwei Fitnessstudios und ich weiβ gar nicht mehr was noch. Müde von all den vielen neuen Eintrücken kamen wir erst wieder nach Hause als es schon Abend wurde. Kaum i Hostel angekommen, war ich auch schon wieder auf dem Weg. Endlich sollte ich meine erste Wohnung anschauen. Um sechs wollten wir uns treffen. Nach jeder Menge Sucherei fand ich das Haus ein paar Minuten vor sechs. Keiner machte auf. Kurz vor sieben gab ich es dann auf und war ganz schön niedergeschlagen wieder auf dem Weg ins Hostel. Versuch 1: Missglückt . Im Hostel erholte sich meine Stimmung aber gleich wieder, ich traf nämlich eine kanadischen Extremsportler, der mir total wahnsinnige Videos und Bilder zeigte. Etwas besserer Laune war ich früh im Bett, die Uni fing schon um halb neun an am nächsten morgen und wir hatten deutlich mehr als seine Stunde dorthin gebraucht.

Am Donnerstag bekamen wir endlich etwas sinnvolle Information. Die sind hier echt seht streng, es herrscht Anwesenheitspflicht und wenn man mehr als 2 Wochen fehlt, ganz egal ob man krank ist oder was auch immer, dann fliegt man raus und darf keine Prüfungen schreiben. Falls man jedoch ein extrem guter Schüler ist oder in einem der Sporttteams mitmacht darf man 3 Wochen fehlen. Wenn man mehr als 10 Minuten zu spät kommt gilt das als ob man nicht anwesend ist. Echt der Hammer.

Am Nachmittag sollten wir dann endlich unsere Stundepläne bekommen. Ich war um drei dran und hatte meinen ganzen Tag danach geplant. Rechzeitig dort bekamen wir einen ordentlichen Schock, alles war mindestens eine Stunde verspätet. Um vier waren weit und breit noch keine Stundenpläne in Sicht und als ich um halb sechs endlich einen losen Zettel mit meinen Uhrzeiten für die Kurse unteschreiben sollte kam ich mir schon etwas verkuckeiert vor. Mein ganzer Tagesplan war zerstört. Ich war schon mehrere Stunden zu spät zu einigen meiner Wohnungsbesichtigungen. Und dann schauete ich mit den Stundenplan erst mal richig an. Ich fange um SIEBEN Uhr morgens an!!!! Unglaublich. Ich dachte ich falle in Ohnmacht. Zumindest bin ich vor zwölf ferig und zwar jeden Tag. Das macht es fast wieder gut, aber wirklich nur fast. Als wir dann endlich gehen durften, trafen Najib und ich auf einen Kerl der den Internationellen Studnenten dabei hilft Wohnungen zu finden und der selbst ein paar groβe Häuser für Studenten verwaltet. Er bot uns an, uns seine Häuser zu zeigen und mich ausserdem noch zu allen meinen Wohnungsbesichtigungen zu fahren. Da merkt man dass man in Mexiko ist. Kurz nach sechs saβen wir dann auch wirklich in einem rechts so luxeriösem Auto, auf dem Weg durch die Stadt kutschiert zu werden. Dass ich mehere Stunden zu spät die Wohnungen anschauen kam, störte hier keinen. Um elf Uhr gaben wir auf, nach fast 10 Zimmern hatte ich noch immer nichts gesehen was ich mir auch nur im entferntesten vorstellen konnte. Aber zumindest wusste ich nun was ich will. Eine kleine Wohnung in einer sicheren Zone, braucht nicht luxeriös sein aber es soll ruhig sein und es sollen gerne Mexikaner dort wohnen. Alles was ich gezeigt bekommen hatte, waren rieβen Häuser für so ungefär 15 Personen und alles 20-jährige Austauschstudenten. Nicht gerdae mein Ding. Wir beendeten den Abend in einer kleinen Bar mit ein paar mexikanischen Bieren und lernten Miguel (unseren Fahrer) etwas besser kennen. Super netter Kerl. endlich mal jemand in meinem Alter und noch besser ... er klettert. COOL. Dann kan ich endlich hier auch anfangen. Miguel bot uns dann auch wirklich noch an, am nächsten Tag nochmals Chaufför zu spielen. Perfekt.
Freitag hatten wir frei und ich konnte deshalb den ganzen Tag mit Wohnungsuche verbringen, aber auch da war nichts für mich dabei. Ziemlich entnervt und entäuscht packte ich am Samtag morgen mal vorsorglich meine Koffer, nur um dem Schicksal einen Wink zu geben, dass ich jetzt sofort etwas brauchte! Um elf hatte ich meinen letzten Besuch eingeplant und war schon am aufgeben als ich mir die Adresse geben lieβ. Und endlich war mein Glück zurück, genau nach was ich suchte, naja fast. In der sichersten Gegend in der Stadt, zwei kleine Wohungen, wo zwei Mexikaner,ein Engländer der spanisch spricht und eine Belgierin wohnen. Eine richtig kleine WG, das einzigste Problem: nicht ganz so sauber, es gibt fast kein Licht (noch nicht), noch kein Internet, noch kein fliesend Wasser (in einer der Wohnungen), etc. Aber das störte mich nicht. Ich sagte direkt zu und eine Stunde später war ich mit Sack und Pack auf dem Weg und eingezogen. Kaum ausgepackt und heimisch geworden, war ich auch um acht Uhr schon im Bett. Mitten in der Nacht klingelte mein Handy, Mike den ich vor ein paar Tagen kennengelernt hatte, meinte es wär spontan Willkommensfest irgendwo und ich sollte mich dorthin bewegen. Also aufgestanden, geduscht, angezogen und um kurz nach eins hatte ich dann auch hingefunden. Um kurz vor drei hatten meine Freunde es dann auch geschafft und es wurde ein super cooles Fest. Das beste war jedoch um sieben Uhr morgens in meine neues Zuhause heimzukehren und in meinem eigen Bett einzuschalfen.

Sonntag verbrachte wir (meine neuen Wohnungsmittbewohner und ich) damit Groβeinkauf zumachen: Auch wenn alles hier billig ist, war die Rechnung ganz ordentlich am Schluss, aber man braucht ja wirklich alles. Der Satz des Tages kam von Jony (mein mexikanischer Vermieter). Ich war gerade dabei eine Klobürste einzupacken und da sagte er: ”Sowas brauchst du nicht, die Frau die einmal die Woche für uns putzt hat so eine.” Unglaublich!

Mit dem Hintergedanken dass die Schule morgen richtig losgeht und zwar um sieben und dass es eine gute Stunde dauert hinzufahren war ich früh im Bett und diesesmal weckte mich keiner.

Eingestellt von Sarah_S 10:01 Archiviert in Mexiko

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