Reise blog von Travellerspoint

Osterferien mit guten alten Freunden...

... mein letzter Monat ist angebrochen.

sunny 30 °C

Nun ist es also auch schon wieder einen Monat her als die Andi mitten in der Nacht Richtung Flughafen aufgebrochen ist. Seit dem hat sich das Wetter merklich verändert. Auch wenn es tagsüber immernoch selten über 30 Grad warm wird, so ist es jetzt doch morgens wenn ich um 5 Uhr aufstehe, deutlich wärmer als noch vor ein paar Wochen. Der Frühling scheint endlich auch nach Guadalajara gekommen zu sein.

Nach Andis Abreise waren es nur noch ein einhalb Wochen bis ich wieder mal ins Flugzeug steigen durfte. Schon vor Monaten hatte ich ein Ticket nach Nicaragua für die Zeit über Ostern gekauft. Mehr und mehr gestresst vom nie zuhause sein entschied ich mich kurzerhand die zwei noch verbleibenden Wochenende vor meiner Abreise in Guadalajara zu bleiben. Nachdem ich mich schon nicht mehr daran erinnern konnte wann ich das letzte mal die letzten Monate am Wochenende daheim war, schien mir das eine gute Idee. Ausserdem hatte ich seit Wochen nichts mehr für mein Spanisch getan was aber dringen notwendig war. Ich hatte mich auf zwei ruhige, entspannte Wochenede eingestellt und war im Nachhinein doch etwas überrascht dass mein Schlafmangel sicherlich jetzt größer war als wäre ich backpacken gegangen. Einen Abend wurde so exzesiv Geburtstag gefeiert dass meine arme Mitbewohnerin am nächsten Tag wegen Austrocknung ins Krankehaus musste, einen Abend so lange Salsa getanzt dass ich am nächsten Tag blutende Blasen an den Füßen hatte und ein Abend endete damit mit einem Rießenstreit zwischen Mike (einem Freund hier) und mir weil wir es den ganzen Abend nicht geschafft hatten uns so zu verabreden dass wir gleichzeitig in der gleichen Disko waren. Nach all dem hatte ich das Gefühl mich mal wieder einen Abend lang dem gediegenen, erwachsen Leben widmen zu müssen und war mit ein paar Freunden in der Oper ein Ballet anschauen. Leider war doch die Qualitet nicht ganz so hoch wie erwartet, aber neine Erfahrung war es trozdem. Tagüber wurde an den Vorbereitungen für eine Austellung über unsere Länder in der Schule gearbeitet, Flohmärkte besucht und in weiß der Himmel wie vielen unterschiedlichen Kaffés das Geld weggetragen.

Und am 28.3. um 2 Uhr morgens wars dann endlich soweit, das Taxi hupte unten, weckte das ganze Haus auf, ich wuchtete meine Koffer die zwei Stockwerke unser stockdunkles Treppenhaus hinuter und weckte damit bestimmt auch noch den letzten Tiefschläfer auf. Aber egal. Endlich auf dem Weg nach Nicaragua!

Am Flughafen angekommen war ich doch ausnamsweise mal so früh dass ich noch Zeit hatte eine Kffe zu trinken bevor eingechecked und die Sicherheitskontrolle passiert werde musste. Dann war aber schon wieder Eile geboten und noch bevor die Sonne aufging befand ich mich auf dem Weg nach Panama. Mit einem Fensterplazt gesegnet konnte ich die unglaubliche Aussicht beim Anflug auf Panama City am frühen Morgen genießen. Das Meer und die Strände glitzernd in der Morgensonne und dahinter ein Stadtopanorama das New York sein könnte. Man könnte vergessen dass man sich in Zentramerika befindet. Kaum gelandet und das Anschlussgate gefunden, war ich auch schon wieder auf dem Weg in den nächsten Flieger, wieder ein paar Kilometer zurück nach Norden. Wie immer war ich die letzte durch die Immigration und wie immer ist der Beamte schier umgefallen als er auf meine Adresse in Nicaragua geschaut hat. Reparto, Tipitapa? Ob ich da sicher wär?! Das wär nix für Turis. Lachend habe ich ihm dann erklärt dass das schon stimmt aber dass meine Fmaile dort lebt. Da sind ihm dann die AUgen wirklich fast aus dem Kopf gefallen und Kopfschütteln hat er dann seinen Stempel in meinen Pass gedrückt. Noch durch den Zoll und dann in die Arme von Javier fliegen. Ohhhh wie schnell man sich wieder zuhause fühlt. Kaum im Bus fühlte es sich schon so an als wäre ich nie weg gewesen.

Der erste Nachmittag ging dann auch super schnell rum mit, eine Handykarte wollte besorgt werden, Geld musste irgendwo her kommen, Klopapier und Duschgel braucht der Mensch. Das bisschen beschäftigte uns den ganzen Tag bis dann Abends endlich der Zeitpunkt gekommen war auf den ich schon seit drei Jahren wartete. Malindi und Eveline treffen, zwei Deutsche mit denen ich das erste Mal in Tipitapa war waren auch gerade dort (natürlich nicht ganz zufällig sondern unser Treffen dort war schon Jahrelang geplant). Auf Grund von Komunikationsschwierigkeiten im Lande des Kaos, kam am ersten Abend nur Maildi aber das Wiedersehen war unglaublich emotional. UNd genau wie vor Jahren verbrachten wir den Abend in Javiers Zimmer und erzählten und die gleichen Gecshichten wie damals. Am nächsten Morgen war ich schon früh auf, konnte es kaum erwarten endlich Eveline und die Kids der Bibliotek zu sehen. Als ich die Tür der Bibliotek aufmache ist es erst mal ein paar Sekunden totenstill, bevor sich eine Meute Kinder schreien auf mich stürtzt. Mit Freudentränen in den Augen wird jeder einzeln gekuddelt und die erste Frage ist, wann geht der Mathekurs los. Nach einem Tag in der Bibliotek, dem langersehnten Wiedersehen mit Eveline, treffen wir uns Abends bei einem Bekannten wo ich auch endlich alle meine anderen Freunde wiedersehen darf. Malindi und Eveline weihen mich glaich in alle Pläne die sie fuer uns gemacht haben ein und am nächsten Tag fahren wir mit Evelines Gastmutter zum einkaufen nach Masaya. Der als 2-stunden-dauernd geplante Ausflug nahm den ganzen Tag in Anspruch und endete damit dass eine ganze Menge Geld auf unerklärliche Art und Weise verschwand.

Samtag, ein Uhr, waren ich dann mit Eveline, ihrer Schwester die auch mit zu Besuch ist, Malindi, Domingo und JuanCarlos an der Gallera (die Haltestrelle an der großen Straße die nach Managua führt) verabredet. Wir wollten zwei Tage ans Meer fahren. Als wir uns dann dort auch wirklich alle gefunden hatten, stellte sich heraus das Domingo und JuanCarlos bei je nur 4 Euro für den Trip dabei hatten. Also war Geldapren angesagt. Und wo fängt man da an? Beim Transport. Da Trampen in Nicaragua ausserhalb der größeren Städte algemein als sicher gilt, wurde beschlossen bis nach Mangua zu trampen, dann mit dem Bus durch Managua zu fahren und anschließen wieder bis zum Strand zu trampen. Und auch wenn wir gewettet hätten dass uns keine nach Managua mitnimmt dauerte es keine 10 Minuten bis wir hinten auf der Ladefläche einer "Camionetta" (halboffener Jeep ungefähr) saßen und uns die Haare vom Wind durchblasen ließen. 2.50 cordoba (18 cordoba = 1 Euro) gingen für die Busfahrt drauf und dann standen wir wieder am Wegesrand mit hoch erhobenem Daumen. Die nächste Camionetta die anhielt hatte Mangos hinten auf der Ladefläche, aber dass sollte kein Hinderniss sein. Als der nette Mann uns dann 10 km vor dem Strand absetzte hatten wir genug Mangos für die nächsten drei Jahre gefuttert aber immerhin waren wir satt. Da spart man schon mal das Geld
fürs essen. Noch 4 mal mussten wir auf und absteigen bis wir endlich bei Sonnenuntergang am Strand angekommen waren. Sich unterkomlpiziertesten Bedingungen umgezogen gings direkt in den ganz schön kalten und rauen Pazifik und es wurde gebandet bis die Sonne irgendwann ganz verschwunden war.

Jetzt war die Frage, wo übernachten, wir hatten ja Hängematten und ein Zelt dabei, aber da es Ostern war, waren ziemlich viele betrunken Leute überall unterwegs und es erschien uns nicht supersicher sich einfach an den Strand zu legen. Aber dank unserer Sturheit und Ueberredungskust haben wir es dann gecshafft den Besitzer eines Strandrestaurants zu überzeugen uns dort umsonst schlafen zu lassen wenn wir im drei Essen abkaufen. Ausserdem sollte kein Beschützer mit in den Deal eingehen. Die drei essen haben wir uns dann brüderlich geteilt und die Jungs hatten sogar von ihren Mamas noch Gallo Pinto (fretig gekochter Reis mit Bohnen, Nicaraguas Nationalgericht) dabei. Und das wichtigste Flor de Caña, Nicaraguanischen Rum den wir dann mit 9 Liter Cola heruterspühlten. Unsere Beschützer stellte sich als reiner Horror heraus, der war schon als er kam so betrunken dass er kaum lafen konnte und hat die halbe Nacht herumgebrüllt dass wirs Maul halten soll. Unglaublich, und für sowas bezahlt man. Toiletten gabs natürlich auch keine, also ist alle 5 Minuten jemand ins Meer baden gegangen. Kaum ein Auge zugetan, dachte ich mir schlägt jemand mit einem Vorschlaghammer uafn Kopf. Bummm.... Bummm... Bummm grrrrrrrrr nach einer scheinbaren Ewigkeit war ich dann so wütend dass ich aus dem Zelt rausgekrabbelt bin, bereit jemanden ordentlich den Kopf zu waschen. Leider war die Situation eher zu meine Nachteil, es war 5 Uhr morgens und das Restaurantpersonal war wieder da und dabei suaberzumachen. Und da stellte sich heraus dass genau neben unserem Zelt ein Brunnen war um Wasser zu holen, und da stand ein Kerl Mit nem Eimer in der Hand, und PLatsch/Bumm... war der einmer im Loch verschwunden und kam voll wieder hoch. Und dann wieder PLatsch/Bumm... ich dachte ich muss ihm erschießen. Naja wir hatten sowieso versprochen um sechs die das Feld zu räumen, also blieb uns nichts anderes übrig als alles ins Zelt zu schmeißen und mit dem Zelt Richtung Strand zu traben. Dort eine schöne Stelle gefunden ging die Sonne auch endlich auf und wir dachten um die Uhrzeit kann man ja noch keinen Sonnenbrand bekommen, also schlafen wir noch ein Stündchen in der Morgensonne. Naja aus dem Stündchen wurden erst 2 dann 3 und als wir um neun dann unsere letzten Mandarinen frühstückten glichen wir eher Indianerns als "Chelas (weise Europäer)". Daraufhin siegte die Vernunft und nachdem wir noch ein letztes mal baden waren und das Zelt wieder abgebaut hatten, machten wir uns auf den Rückweg. Und wer glaubts, wir hatten wieder mal super Glück, die Hälfte von uns noch im Laden Wasser kaufen, stehe ich an der Straße und hebe der ersten Camionetta den Daumen entgegen und die hält glatt an. Rennend kommen die anderen an und knapp eine Minute spätre sind wir unter der mittlerweile glühend heißen Mittagssonne auf dem Heimweg. Und der Hammer war, dass der Kerl ganz zufällig den gleichen Weg hatte und als wir zwei Stunden später schon in Tipitapa ankamen, waren wir wirklich mehr als positiv überrascht. Den Rest des Tages wurde im dunklen, stickigen, 40 Grad heißen Zimmer von Javier verbracht um unsere arme, verbrannte Haut zu schonen.

Am Dienstag Morgen gings dann um sieben Uhr mit gesammelter Familie und Sack und Pack Richtung Berge. über Ostern fährt Javiers Familie immer den Opa besuchen der in den Bergen wohnt. Als ich vor drei Jahren dort war gabs nur einen Schotterweg und man musste etwader zu Fuß oder zu Pferd die beschwerliche Reise machen. Diesemal gabs jedoch ein lasterartiges Gefährt dass und und ungefär Personen auf der Ladefläche zu dem kleinen Bergdorf transportiert hat. Das kleine Häusschen hat eine offene Feuerstelle zum Kochen und zwei kleine Räume a ca. 20 m2. Es gibt weder Strom noch fließen Wasser. Wasser wird eimerweiße von den Frauen vom ca. 300 meter entferneten Brunnen hersgeschleppt und geduscht und gewaschen wird im nahen Bach. Die Leute Leben von der Landwirtschaft und an Ostern wird nkicht geschafft. Von Dienstag bis Samstag taten wir also absolut gar NICHTS. Und das meine ich wörtlich, weil, es GIBT nichts zu tun. Mittwochs wurde eins der Schweien geschlachtet und die 2 folgenden Tage wurde das Schweinefleisch verarbeitet, bzw. verzehrt. Da ich sonntags schon wieder Richtung Mexiko fliegen sollte, war geplant das fahrende Untier Samtag morgens zu nehmen. Fährt normalerweise um drei Uhr früh. Naja um halb fünf stellte sich heraus dass der Fahrer so betrunken war dass er nicht aufzuwecken war. Und was jetzt?`WIr stenaden bereit seit Stunden mit Sack und Pack und Kleinkind. Die einzigste Möglichkeit war also Laufen, weil ich MUSSTE ja nach Hause. Nach ewig langer Diskussion sind wir ins Nachbardorf marschiert, haben einen verwanten der nen alten Jeep hat aus dem Bett geworfen und beim Morgengrauen waren wir dann endlich auf dem Weg. Nach mehreren Lebensgefährlichen An- und Abstiegen und einer gemeinsamen Schiebeaktion schafften wir es dann wirklich zur Strasse, und kurz darauf fanden wir uns zumsammengequetscht wie Sardinen in der Dose im Bus nach Tipitapa wieder. Todmüde kamen wir dann gegen Vormittag dort an und nach einem langen Tag voller Verabschiedungen und letzter erledigungen machte mich meine Gastschwester schick für meine Abschiedsfeier. UNd was das für eine Feier war. DIe ganze Nachbarschaft und alle Freund waren da, es wurde getanzt gegessen und jede Meneg Rum verzehrt. Als ich um ca. 7.30 morgens von den zwei letzten Gästen nach Hause begleitet wurde stand das Frühstück schon aufm Tisch. Und nach eine sehr notwendigen Dusche und noch mehr Abschieden war ich wieder auf dem Weg nach Guadalajara.

Als ich um kurz vor zwölf Uhr nachts gelandet bin, war ich fast am verhungern und als ich dann mein Subwaybagett bezahlen wollte wurde mir klar dass ich meine Kreditkarte und meinen Schlüssel bei Javier vergessen hatte. Bezahlen konnte ich das essen dann auch nicht weil ich nur noch 50 pesos hatte und sonst aber absolut gar nix! Zum Glück gabs einen Oxxo in der Nähe (ein Allesverkäuferladen) und dann hab ich dort von meinem letzten Geld mein Handy aufgeladen und einen Bekannten angerufen der mich dann auch wirklich 2 Stunden später abholen kam. Hätte das nicht geklappt wärs dum gewesen da sich sämliche Taxis geweigert hatten mich ohne Geld mitzunehmen. Als ich dann kurz nach zwei einen Riesenlärm vor dem Haus gemacht habe um meine Mitbewohner zu wecken, muss mein Kumpel gedacht haben dass ich einen Vollschaden habe. Aber hat alles geklappt und weig später war ich so todmüde im Bett dass ich meine Wecker der um fünf klingelte zum aller ersten mal überhört hab. Naja ein Montag ohne Uni ist auch ein guter Montag :-).

Jetzt ging der erst des Lebens wieder los, gerade hab ich meine erste Zwischenprüfung für diese Studienperiode rum und geh gleich reiten. Die dreisig Grad hier in Guadalaja kommen mir nach Nicaragua fast kallt vor.

Liebe Grüße an euch alle.
Eure Sarah

Eingestellt von Sarah_S 08:56 Archiviert in Mexiko

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