Reise blog von Travellerspoint

Ein guter alter Bekannter...

... Party die es Mexiko würdig ist!

sunny 27 °C

[b]19-05-12 15:20 Im Bus nach Queretaro[/b]

Wie jedesmal ist schon wieder eine kleine Ewigkeit vergangen seit ich das letze Mal die Ruhe gefunden habe, mich hinzusetzten und aufzuschreiben was so alles in meinem Leben passiert ist. Seit genau drei Stunden sitzte ich im Bus auf dem Weg nach Queretaro. 12:30 habe ich mein liebgewonnenes Guadalajara verlassen, für wie lange? Wer weiß!

Ein Abschnitt dieser Reise ist jetzt unwiederruflich vorbei und ich bin auf dem Weg in den nächsten; wie immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Die Zeit hier war definitive eine einzigartige Erfahrung, die ich nicht missen will, aber ich bin jetzt auch fertig damit. Ich wäre gerne länger geblieben doch auf keinen Fall als Student. Die Uni ist wirklich das, was ich nicht vermissen werde. Was mir jetzt schon fehlt ist das Zeit haben für ein normales Leben. Einfach so im Café frühstücken, jeden Tag reiten gehen können, mein Ballettunterricht und Crépes, Tacos, Tortas essen wann man gerade Lust hat. Ein ziemlich unbeschwertes Leben hier. Das wird mir schon fehlen wenn es dann daheim wieder los geht.

Mein letzter Monat:

Aus Nicaragua wieder da beschloss ich, dass ich in den lezten vier Wochen so viel wie nur irgendwie möglich reiten will, was dann soweit ging dass ich fast jeden Tag zweimal reiten war. Unglaublich was man so in kurzer Zeit für Fortschritte machen kann.

Die Tage nach Nicaragua hatte mich schon etwas das Gefühl gepackt. dass jetzt bald alles vorbei ist. Fast wehmütig wurde mir bewusst wie wenig meiner Zeit ich eigentlich in Guadalajara selbst verbracht hatte und wie wenig ich mich den normalen Dingen des Lebens gewidmet hatte. Aber zum Glück ließ sich das ja jetzt noch ändern. Die zwei folgenden Wochen wurden also dem ganz normalen Leben gewidmet. Viel Kaffe trinken mit unterschiedlichsten Freunden, die Vororte wurden erkundet und die unterschiedlichsten Crepbuden getestet. Das war das erste Mal, dass sich mein Leben hier in Guadalajara normal anfühlte, so als würde ich dort hin gehören. Doch gleichzeitig wurde mir bewusst, dass mein Umgangskreis fast nur aus Ausländern besteht, dass ich eigentlich nur Giseh als mexikanische Freundin kennen und schätzen gelernt hatte und dass kein einzigster der männlichen Mexikaner an einer ehrlichen Freundschaft interessiert war. Etwas desillusioniert von dieser Einsicht habe ich dann angefangen mich auf meine Abreise zu freuen. Aber bis dahin war ja noch etwas Zeit.

Lange, lange schon hatte ich drauf gewartet, endlich war der 25 Mai da. Luis, ein guter Freund den ich vor mehr als 5 Jahren in Argentinien kennengelernt habe, war auf dem Weg mich zu besuchen. Wir hatten uns seit 3 Jahren nicht mehr gesehen, dementsprechend happy und feuchtfröhlich war das Wiedersehen. Mittwochs angekommen haben wir erst mal Guadalajara erkundet und waren abends auf ein internationals Abendessen bei Freunden eingeladen. Wenn man bedenkt dass das Luis erster arbeitsfreiher Tag seit vor Weihnachten war, kann man sich vorstellen wie er geendet hat. Um zwölf habe ich das erste mal den Vorschlag gemacht dass wir uns Richtung Heimat auf den Weg machen. Da er da jedoch schon völlig unempfänglich für jede Art Information war, dauerte es bis kurz nach drei bis ich ihn sicher daheim ins Bettchen gebracht hatte. Um fünf klingelte dann mein Wecker damit ich pünklich um 7 eine Presentation über Solarkraft halten konnte. Die hatte ich in den restlichen zwei Stunden der Nacht vorbereitet. Luis hatte darauf bestanden mitzukommen um mich Spanisch sprechen zu hören. Ich glaube nicht dass er auch nur ein Wort mitbekommen hat. Den Nachmittag haben wir dann auf meinem Reiterhof verbracht, wo ich zum ersten mal 60 cm gesprungen bin und mir gesagt wurde dass ich am Sonntag meinen ersten Wettkampf reiten darf. Nach einem richtig mexikanischem Tacoabendessen war Salsanacht angesagt. Aufgrund des Schlafmangels etwas kränklich, war der Plan früh wieder zuhause zu sein damit ich vielleicht in den nächsten Tag meine Stimme wieder zurück bekommen würde, aber nichts da. Kaum auf der Tanzfläche, vergisst man ja alle Vernunft. Luis hat es dann auch wirklich geschaft einen von den Proffs zu überzeugen, dass ich kein völlig hoffnungsloser Fall bin und mit dem ausschlaggebenden Argument, dass ich außerdem noch ganz nett sei, konnte ich mein Glück gar nicht fassen als plötzlich ein auch noch richtig hübscher Kerl mir die Hand auffordernd entgegenstreckt. Als ich Stunden später, klitschnass und mit einem riesen Lachen im Gesicht wieder an den Tisch kam, schüttelte Tamara, meine Freundin, nur den Kopf und fragte: ”Wie haste den des wieder geschafft?”. Leider war zu der Zeit absolut nichts mehr von meiner Stimme übrig, sodass ich kein Salsadate für die nächste Woche bekam.

Viel zu spät, oder eingenlich relativ früh, stiegen wir ins nächstbeste Taxi, damit ich zumindest noch ein paar Stuendchen schlafen konnte bis ich um sieben wieder bei Atletica, meinem Pferd,anzutreten hatte. Danach gings auf nach Tequilla. Für mich zum zweiten Mal (nach Andreas Besuch) aber nichts desto trotz. Dieses Mal gönnten wir uns die Luxustour von Jose Cuerva, wo wir zwar keine richtige, funktionierende Destillerie besuchten, aber super teuren Tequilla probieren durften und auch noch belehrt wurden wie man Tequilla überhaut trinkt. Nach viel zu viel Tequillaprobiererei, schliefen wir auf dem Heimweg sofort ein. Ganz früh am Samstag gings nach Guanajato. Eine Gruppe Freunde war schon nachts gefahren und wir kamen um elf genau richtig zum Frühstück. Guanajato liegt in einem kleinen Bergtal und die ganzen Hänge sind bebaut, die Berge runt herum sind von alten Silbermienen durchzogen. Als wir uns nach einem langen Tag zum ersten Mal hinsetzten (um Abendzuessen) spürten wir fast unserer Füße nicht mehr. Wir hatten den ganzen Tag die Stadt zu Fuss erkundet wärend wir versucht hatten Luis das Zählen auf Deutsch beizubringen. Hoffnungslos! Nach Aussichtspunkten, Märketen , Silbermienen und jeder Menge Erdbeeren (hier ist Mexikos Erdbeerzentrum) saßen wir gegen zehn wieder im Bus auf dem Weg heim. Als wir um zwei Uhr nachts in Guadalajara ankamen waren wir sogar zu müde um mit dem Taxifahrer zu feilschen und wurden promt übers Ohr gehauen.

Als ich um kurz nach sechs versuchte Luis zu wecken, stellte sich heraus dass dies völlig unmöglich war. Körperlich völlig fertig aber mental wach wie noch nie und super aufgeregt, schlüpfte ich in meine Reitsachen, ein altes Tshirt und verließ das Haus ungekämmt. Ich wollte ja zu einem Springreittunier und nicht zu einem Schönheitswettbewerb, dachte ich. Als ich dort ankam, fiel ich fast in Ohnmacht, Modeschau wäre die bessere Beschreibung gewesen. Die High Society von Guadalajara, aber wie aus dem Ei gepellt. Da es Luis letzter Tag war, bad ich darum unter den ersten Reitern sein zu dürfen. Nicht so schlau wie sich herausstellte. 10 Hindernisse in einer bestimmten Reihenfolge, wie schwer kann das sein? Naja, es stellte sich heraus dass es Schwierigkeitsmäßig mit Kvantenfysik mithalten kan. Die ersten zwei Reiter kamen bis Nummer vier und dann Fehler. Superkonzentriert nicht den gleichen Fehler zu machen kam ich bis Nummer acht. Und dann.... Gehirn leer, keine Ahnung wohin. Naja, was bleibt einem anderes übrig als eine extra Runde zu drehen, sich zu orientieren und fertig zu reiten. GRRRRR. Ziemlich sauer, aber auch erleichtert dass ich zumindest im Sattel geblieben war, machte ich mich gleich auf den Heimweg um die letzte Stunden mit Luis zu verbringen. Als ich ankam war er gerade aufgestanden und wir verbrachten den Tag ganz entspannt damit von Café zu Café zu ziehen.

Die Tage nach Luis Abreise war ich dann erst mal richtig krank, ich glaub es war einfach alles viel zu viel. Rechtzeitig zum Wochenende war ich dann aber wieder fit und konnte mich der Vorbereitung meiner Prüfungen hier widmen. Seit Wochen hatten Tamara und ich imer wieder gesagt: ” Wir müssen uns treffen und WIRKLICH was lernen.” Wir versuchten es das ganze Wochenende lang, aber jedesmal landeten wir auf Tamaras Sonnenterasse. Bei 35 Grad und Sonnenschein ist es einfach schwierig sich in Büchern zu vergraben. Am Sonntag hatte ich dann mein zweites Springtunier, welches etwas besser lief. Diesemal konnte ich mir auf jeden Fall den Weg merken, aber Atletica verweigerte mir ein Hindernis.

Trotz allem sich einreden dass das Niveau hier lächerlich ist und man alles hier mit links schafft, war ich etwas nervös als ich dann Montagmorgen auf dem Weg zu meiner ersten Prüfung war.Es waren ja immerhin Abschlussprüfungen und die Mexikaner hatten schon seit Wochen darüber geredet.Ich hatte nicht mal die Motivation aufbringen können ein einzigstes Mal durch die Powerpointpresentationen des Lehrers zu zippen. Als ich dann ein Papier mit 20 Multiple Choise Fragen in die Hand bekam, konnte ich nur noch lachen. Zum Glück hatte ich von meiner wertvollen Zeit hier in Mexiko auch nicht eine Minute zuviel mit lernen verbracht. So gings dann die Woche über auch weiter, eine spanische Hausarbeit eingereicht die ich nicht einmal Korrektur gelesen hatte, eine Mappe mit Geschäftsideen abgegeben die wir die letzten Monate entwickeln hätten sollen (3 Stunden Arbeit nach hartem Feiern) und eine Presentation gehalten vor zwei Direktoren einer Bemannungsfirma; auf dem Weg in die Schule vorbereitet. Und da beschweren sich allen ernstes meine Kommilitonen dass sie viel zu lernen hätten. Selbst die Physikprüfung habe ich ohne Probleme hinter mich gebracht und das trotzdem der Lehrer aus der USA kam und nicht wie alle anderen Lehrer Mexikaner war.

Kaum fertig mit der letzten Prüfung konnte ich es gar nicht erwarten endlich die schon fast verhasste TEC de Monterrey zu verlassen, aber es dauerte noch Stunden bis man endlich alle Papiere ausgefüllt hatte und noch ne ganze Menge Geld dort hat liegen lassen für ich weiß nicht was für unnötige aber obliagtorische Sachen. Im Bus nach Hause konnte ich es noch gar nicht fassen, es ist rum! Unglaublich. Und das beste war, in ein paar Stunden sollte es schon losgehen nach Huasteca, einer wunderschönen Gegend voll mit Naturwunder und all das zusammen mit meiner liebsten Mitbewohnerin Bouchra.

Daheim angekommen artete alles direkt in Stress aus, da Bouchra und ich nach 5 Monaten Mexiko immer noch nicht gelernt hatten dass Punkt acht Uhr meistens zehn oder noch später bedeutet. In Windeseile haben wir dann gepackt und sind losgestürmt, zumidest haben wir uns noch 5 Minuten gegönnt um ein paar Tamales zum mitnehmen zu kaufen. Als wir dann völlig verschwitzt und entnervt um kurz nach acht am Treffpunkt waren, konnten wirs kaum glauben dass wir zu den ersten gehörten. An manche Sachen gewöhnt man sich einfach nie. Als der Busfahrer um kurz nach zwölf endlich den Motor anmachte haben wir nur noch gelacht: Mexiko!

Morgnes früh um sieben kamen wir nach einer sehr langen Nacht am ersten Ziel an. Falls ich unter den Stunden im Bus ein Auge zu getan habe kan ich mich nicht daran erinnern. Noch bevor wir losgefahren sind, hatten die Jungs hinter uns ihre Wasserpfeiffe ausgepackt und angeschmissen und die Jungs vor uns eine mehr als einmetergrosse Kühltruhe mitten im Gang als offene Bar aufgebaut. Als dann einer der Franzosen auch noch einen riesen großen Gettoplaster (CD-Spieler) auspackte, war ich echt verwundert das der Busfahrer nicht einfach in Ohnmacht viel. Tanzend, singend und Wasserpfeiffe rauchend gings durch die mexikanische Nacht.

Seit ich hier angekommen bin habe ich gedacht dass es einfach mein Alter ist, das dafür sorgt dass ich nicht 5 Tage die Woche Party mache und dass alle verrückten ganz einfach noch furchtbar jung sind. Aber meine 5 Tage Huasteca Tour haben mich vom Gegenteil überzeugt.Hier war ich nämlich unter dem Durchschnittsalter und soviel Wahnsinn habe ich noch gar nie erlebt.

Nach einem richtigen mexikanischen Frühstück irgendwo in der Pampa (das Chris, ein Schotte vom Loch Ness der Runrig kennt, fast ins Krankenhaus gebracht hätte -> scharf!) wurde sich notdürftig im Klo gewaschen und dann gings zum Kanufahren. Als Padel verteilt wurden, gabs genau 52 und wir waren 54. Mit Hundeblick versicherten Bouchra und ich dem Vermietern dass es uns wirklich nichts ausmacht wenn wir nicht mitpadeln können und kurz darauf ließen wir uns von einer Schar Mexikaner durch die Welt manövrieren. Nach einer guten halben Stunde flußauswärts, durch unglaubliche Landschaft und türkisgrünes Wasser, wurde uns dann berichtet dass der Wasserfall zu dem wir auf dem Weg waren gar kein Wasser mehr hat. Aber so fröhlich wie wir alle waren machte uns das gar nichts aus. Am “Ex-Wasserfall” angekommen wurde ausgestiegen und gebadet und von Felsen gesprungen. Nach noch nicht mal einem vollen Tag hatte ich es da schon geschafft mir den Namen ”Mama” einzufangen, aber einer muss ja auf alle aufpassen!

Nach stundenlangem Planschen, kilometerweitem Gepaddel (aller anderen) und Fisch zu Mittag (kurz nach 6 gabs Mittagessen) gings dann Mexikos größtes Loch bestaunen. Wenn man rechtzeitig dort ankommt sieht man wie sich Tausende von kleinen Vögeln mit scheinbarere Todesverachtung in das Loch stürzten (haben dort ihre Nester), doch als wir ankamen war es schon so dunkel, dass man fast das Loch nicht mehr sah. Trotzdem bekamen wir ein unglaubliches Naturschauspiel zu sehen. Auf dem Weg zurück, war es schon finsterste Nacht, aber auf einmal fängt es ganz leicht zu blinken an, ein bisschen hier, ein bisschen da. Dann mehr und mehr, am Schluss sind wir umringt von kleinen Lichtern die sich bis in alle Unendlichkeit hin erstrecken zu scheinen. Glühwürmer. Millionen. Unglaublich. Und das unter einem wunderschönen klaren Strenehimmel. Unbezahlbar.

Da unser Bus den Weg zum Loch nicht hochgekommen war, hatten wir zwei ”Camionetas” (Pickups) angehalten die uns hingebracht hatten. Aus deren Ladefläche ging es dann, wie Heringe zusammengedrückt, in stundenlange Fahrt zum Hotel. In einem kleinen Dörfchen am Ende der Welt wurden wir dann abgesetzt. Im ganzen Dorf gab es genau einen alten Mann der noch Tacos verkaufte (mittlerweile war es gut nach Mitternacht). Der hat wirklich das Geschäft seines Lebens gemacht, ich allein habe 9 Tacos verspeist. Frisch geduscht und gut gesättigt, waren Bouchra und ich schon todmüde auf dem Weg ins Bett als es an unsere Tür klopfte. Ich weis zwar nicht wie, aber irgendwie hatte es die Mehrheit der 54 Personen geschafft sich in ein Hotelzimmer zu quetschen und im Klo eine Bar zu installieren. Hätte irgendjemand die Tür aufgemacht wären wir bestimt alle umgefallen so eng war es. Mit meinem unverschämten Glück schaffte ich es im Laufe der Nacht mit Bouchra einen Platz in einem der Betten zu bekommen und in liegendem Zustand an der Feier teilzunehmen. Die für sieben Uhr morgens geplante Abfahrt verschob sich auf frühen Nachmitag, was ein paar von uns schwachen Seelen zu zumindest ein bisschen Schlaf verholf.
Nächstes Ziel: Castillo Edward James. Eins der meist beeindruckensten Dinge die ich je gesehen habe. Ein europäischer Miljonär der in den vierziger Jahren nicht wusste wo hin mit seinem Geld, hat sich ein ”Schloss” mitten in den mexikanischen Jungel bauen lassen. Das ganze gleicht Bruchtal (Rivendale) aus Herr der Ringe und ist heute schon etwas zerfallen und von Jungel überwuchert. Einfach magisch. Nachdem ein paar Freunde und ich es dann auch noch geschafft hatten, vor lauter Staunen und Gucken, von der Gruppe getrennt zu werden, fühlten wir uns wirklich wie Elben. Nach einiger Zeit fühlten wir uns dann aber doch eher verlohren. Als wir geraume Zeit später wieder am Ausgang ankamen hatte uns doch glatt noch nicht einmal jemand vermisst.

Da es mal wieder viel zu spät war, sind wir ohne Mittagessen, spätnachittags, mit einem Affenzahn zur nächsten Sehnswürdigkeit geheitzt. Erst sahen wir uns nur einen großen See in den ein kleinerer Wasserfall mündete. Dann wurde uns erklärt um was es sich handelte. Man ging einen kleinen Fußweg zu einer Stelle flußaufwärts, wo man an den Fluss rankommt, dann wird im Fluss langgeschwommen und 7 Wasserfälle (3-9 Meter hoch) heruntergesprungen. Ich dachte mich trifft der Schlag. Ich war dann auch eine der drei die lieber nicht mit sind, weil wenn man einmal im Fluss ist muss man durch. Als es dann 2 Stunden später dunkel wurde und die andren immer noch nicht wieder da waren machten wir uns schon ein paar Sorgen, aber langsam kamen einer nach dem anderen angeschwommen. Anscheinend das coolste was sie je gemacht hatten, aber für manches bin ich einfach doch ein zu großer Hosenscheisser.

Klitschnass und mit zitternden Beinen musste zuerst mal Bier und Tequilla für die Weiterfahrt gekauft werden. Kaum im Bus kam uns schon der Rauch der Wasserpfeiffe entgegen und eine halbe Minute später dröhnte Mexikanische Volksmusik in voller Lautstärke durch den Bus. Im Hotel angekommen wurden wir darauf aufmerksam gemacht dass heute ”Freie-Bar” Party geplant war. Wie die Leute sich noch auf den Beinen halten konnten war mir ein Rätsel aber als ich irgenwann um sechs auf dem Weg in unsere Zimmer war, war ich die erste. Den nächsten Tag verschlief ich komplett (unser freier Tag). Um fünf wachte ich mal kurz auf, war zwei Stunden in den heissen Quellen, ließ mich mit heilendem Schlamm einreiben und dann wieder ab ins Bett.

Am letzten Tag gings auch wieder viele Stunden zu spät vom Hotel los, da die Meute es geschafft hatte bis um kurz nach sechs die anderen Hotelgäste zu quälen. Unser letztes Ziel war ein kleiner See vor einem ganz kleinen, aber 18 Meter hohen Wasserfall. Ein kleiner Fluß floss vom See durch eine Höhle in die man reintauchen konnte und auf der andere Seite konnte man sich durch Stromschnellen flußabwärts treiben lassen. Nachdem mittlerweile ALLE bis auf mich wo herunter gehopft waren, schaffte ich es dann auch mit Augen zu und ungefähr 20 Personen die im Wasser auf mich warteten, von 3 Metern zu springen. Chris (der Schotte) hatte kurz davor die 18 Meter gewagt. Nicht schlecht. Immerhin konnte ich meine Scham dadurch wieder gut machen, dass ich das einzigste Mädel war dass es schaffte die drei Meter auch wieder hochzuklettern. 14 Stunden später als geplant kamen wir völlig kaputt wieder in Guadalajara an.

Jetzt waren meine letzten drei Tage angebrochen. Bouchra und ich hörten ununterbrochen “All good things come to an end” wärend wir Stunde um Stunde ausmisteten, einpackten, umpacken, verschenkten, wegwurfen und zum Schluss ganz traurig vor gapackten Taschen standen. Jeden Morgen gönnte ich mir mein Lieblingsfrühstück im Café über der Straße. Der Abschied von meinen Balletjungs war sehr traurig. Es hat so viel Spaß gemacht. Aber das schwerste war der Abschied von Atletica, am letzten Tag habe ich es wirklich geschafft einem ganzen Meter hoch zu springen, ganz ohne runterzufallen.

Nun bin ich also auf dem Weg nach Queretaro um mich von den Leuten zu verabschieden die ich als aller erstes hier kennen gelernt habe. Ich freue mich wirklich schon auf dieses letzte Wiedersehen.

Jetzt gehts also mal wieder los…

Rucksack auf --- > Abenteuer vorraus!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Eingestellt von Sarah_S 21:32 Archiviert in Mexiko

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Kommentare

Hi Sarah - really nice blog. Very well written, funny but also lots of interesting facts. Enjoy the rest of your adventure.
M

von TheDukes

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